» Aktuelles      

Aktuelles

25.08.2025

Vorbericht DM-Köln 2025



Aufbruchstimmung beim Canu Club Emsdetten. Die Bootsanhänger werden gepackt, schließlich starten insgesamt zwölf junge Kanutinnen und Kanuten des CCE ab kommenden Dienstag, 26. August, bei der Deutschen Meisterschaft im Kanurennsport auf dem Fühlinger See nahe Köln.

Am Wochenende düsen die Dettener ab in Richtung Rhein-Metrolole. Wohnwagen und Wohnmobile werden in Nähe der Regatta-Strecke geparkt, das Küchenzelt wird aufgebaut, alles wird fein hergerichtet, damit der CCE-Nachwuchs ab Dienstag top-fit in den Kampf um die DM-Medaillen eingreifen kann. Denn die eine oder andere soll durchaus im Gepäck sein, wenn es am Sonntag, 31. August, wieder zurück gen Emsdetten geht...

In dieser Woche standen die letzten Trainingseinheiten unter Leitung von CCE-Cheftrainer Uli Schöttler auf der Ems in Sinningen an. „Das Paddel eng am Boot ins Wasser“ oder „Power jetzt“ und auch „das war sehr gut“ – Schöttler motivierte, peitschte an und lobte seine Schützlinge vom Bootssteg aus. „Mit zwölf Aktiven haben wir eine größere Gruppe als in den Jahren zuvor“, merkte der Coach im Gespräch mit der EV an. „Alle sind gut trainiert. Mal schauen, was geht“, will Schöttler „nicht zu viel Druck machen“.

Denn bei den Westdeutschen Meisterschaften war der CCE sehr erfolgreich. Besonders Luca Hoppe in der Klasse der Schüler A, der im Einer, Zweier und Vierer über die 500-Meter-Strecke jeweils Gold holte. Da liegt es auf der Hand, dass Hoppe auch bei der Deutschen Meisterschaft „das eine oder andere Finale“ erreichen sollte. Hoppe paddelt im K 1 alle strecken, im K 2 zusammen mit Luis Böhmer. Beide sind älterer Jahrgang und haben „Final-Chancen“ (Schöttler). Im K 4 werden Hoppe und Böhmer von ihren CCE-Kollegen Joshua Raue und Moritz Neumann (beide jüngerer Jahrgang) verstärkt. Im Gegensatz zu den anderen Landesverbänden zieht der Kanu Verband NRW in der Schüler-A-Klasse seine besten Kanuten noch nicht zusammen, sondern setzt auf Vereins-Boote. Doch der CCE will in den Mannschaftsbooten der Konkurrenz Paroli bieten.

Alle vier CCE-Jungs starten auch im Kanumehrkampf (KMK), der folgende Disziplinen beinhaltet: 30-m-Sprint (an Land); Standweitsprung, 1000-m-Kanusprint und 1500-m-Lauf. Aus diesen Ergebnissen wird eine Rangliste erstellt und damit ermittelt, wer im A-, B-, C-Finale abschließend die 1000 m paddelt. Einzige A-Schülerin des CCE bei der Deutschen Meisterschaft ist Flora Beckmann, die sich auf der „Westdeutschen“ u.a. mit dem 3. Platz im Kanumehrkampf empfahl.

In der Altersklasse „Jugend“ schickt der CCE je zwei Jungs und Mädels in Köln an den Start. In dieser Kategorie ist CCE-Coach Uli Schöttler auch Landes-Trainer. Und muss daher verkraften, dass mit Henri Koelmann von der KG Essen sein stärkster Kanute verletzungsbedingt ausfällt. Des einen Pech ist des anderen Glück, denn somit rückt Viktor Maidachevskyi vom CCE in den ersten Vierer des Landes-Kanu-Verbandes NRW auf. Das Boot hat auf der Regatta in Brandenburg die 500 m gewonnen, noch ohne Maidachevskyi. Dennoch rechnet sich der K 4 auch in Köln was aus.

Maidachevskyi paddelt bei der DM noch im K 1 wie auch im K 2 mit Theo Runde (KR Hamm) die 500 m und 1000 m. Das K2-Duo hat sich das A-Finale als Ziel gesetzt. Neels Reeker ist der zweite CCE-Jugendfahrer. Er paddelt das gleiche Programm wie sein Vereinskollege, im K 2 aber mit Benjamin Neumann (KR Hamm).

Greta Welle und Maja Venker vom CCE haben ebenfalls ein strammes Programm in Köln: K 1 über 200 m und 500 m; im K 2 paddeln sie zusammen die 500 m und sitzen im K 4 des Landes-Verbandes mit zwei Jugendfahrerinnen aus Hamm.

Francis Beckmann greift bei den Juniorinnen an: 500 m, 1000 m und die 5000-m-Langstrecke im K 1; im K 2 paddelt sie zudem noch die 500 m mit Lotte Livowski aus Friedrichsfeld.

Schwer hat es bei der „Deutschen“ Jens Ternirsen, der in der Leistungsklasse (Lk) startet, dort auf „deutsche Olympiasieger und Weltmeister trifft“ (Schöttler). Der Dettener paddelt im K 1 die 200 m und 500 m, im K 2 die 500 m und 1000 m sowie im K 4 die 500 m.

Aushängeschild des CCE ist natürlich Linus Engeln, der erst vor Kurzem für Deutschland die Bronze-Medaille im K 2 über 500 Meter bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Portugal gewonnen hat. Um so erstaunlicher ist es, dass der Kanu-Verband NRW Engeln in Köln nicht in seinem Parade-Boot, eben dem K 2 über 500 m, bei dieser Deutschen Meisterschaft einsetzt. Offiziell möchte Uli Schöttler, CCE-Trainer und Landes-Disziplintrainer Jugend des KV NRW, das nicht kommentieren.

Linus Engeln paddelt bei der Deutschen Meisterschaft in Köln die 500 m im K 1. Im K 2 mit Lukas Drossart (Holzheim) geht es über 1000 m. Dieses Duo wird im K 4 über die 500 m von Miguel Heckhoff (Ruderwacht) und Philipp Fink (KR Hamm) komplettiert.

CCE-Coach Schöttler erwartet, dass Linus Engeln – trotz seiner bereits strapaziösen Saison – noch mal alles gibt und mit DM-Medaillen heimkehrt. Vor allem der K 2 und K 4 des Landes-Kanu-Verbandes NRW hat gut Aussichten auf Edelmetall.

Bericht: Emsdettener Volkszeitung; Niemeyer



« zurück